dschungelfake

in zeiten, in welchen uns tagtäglich fakemeldungen in den sozialen medien um die ohren fliegen, wundert es mich wenig, dass auch das dschungelcamp ein einziger FAKE sein soll.

alles erstunken und erlogen! laut einem artikel werden sequenzen zusammengeschnitten, damit sie dramaturgisch besser wirken. sonst wäre es kaum möglich, dass honey im teich ohne bart auftritt, 2 sekunden später wieder mit bewuchs. dieser meinung schließt sich kader im handumdrehen an, indem sie kommentiert, dass alle fake sind. nur hanka und sie selbst sind absolut urauthentisch!

hanka ist so authentisch, dass sie regeln nur dann anerkennen möchte, wenn sie sich diese zuerst gut anschaut, überlegt und sogar prüft, ob sie für sie gelten oder nicht und wenn ja, können sie dann auch noch etwas angepasst werden, damit sie entsprechen. das gefällt mir! regeln gehören hinterfragt und nicht ungefragt hingenommen. es ist schon klar, dass es bei einem spiel regeln geben muss, ob sie jedoch sinnvoll in ihrer anwendung sind oder nicht, muss jede/r für sich selbst entscheiden. gerade eben, weil es sich eben nur um ein spiel handelt. aber sag das einmal marc! ich wundere mich, dass es hanka wundert, dass marc, gerade marc, so regelkonform geht und regelhörig ist. gerade marc, der donald trump gewählt hat…

jens ist nun nach marc bereits der 2., der ein buch mit seinen erlebnissen füllen möchte. an dieser stelle möchte ich bemerken, dass ich mir weder das büchl von marc noch eines von jens büchner kaufen werde. jens büchners drama würde doch im leben nicht GEORG BÜCHNERS „Woyzeck“ das wasser reichen können, indem Johann Christian Woyzeck rasend vor eifersucht die 46-jährige witwe woost in einem hausgang ersticht. geradezu umgekehrt: jens erfährt doch in seinem brief, dass ihn seine freundin nunmehr ehelichen möchte, um fortan büchner zu heißen!

was genau in dieser folge ike unsere alte schachtel so erregt, habe ich nicht so genau mitbekommen. wahrscheinlich wieder der nikotinentzug. auf alle fälle lässt er sich zur aussage hinreißen: „dass er DENEN vor die kamera scheißt!“ die zigarettenabstinenz dürfte auch an jens und thomas gehässigen und zynischen bemerkungen schuld sein als hanka noch schläft: „wer will denn SOWAS wecken?“ da möchte ich doch glatt die frauen der beiden sehen.

am allerallerbesten bei den folgen gefällt mir persönlich ja die hintergrundmusik. statt den reden zu lauschen, könnte ruhig öfter leonhard cohen gespielt werden, wie ich finde! hier in meiner folge nun in voller länge. ich hoffe, es gefällt euch, so gut wie mir!

die lustigste sequenz dieser sendung war für mich diesmal der kommentar zu helmut werner (o-ton:“das toupierte erdmännchen“), dem ex von jacqueline lugner, der gina lisa managt und sie nach ihrem abgang empfing. nachdem es sich hierbei um den exschwiegersohn handelt, denke ich nicht, dass wir gina lisa als promigast von richard dem lugner am opernball sehen werden. auch die frage nach jens und kaders antwort: „wer ist jens?“ fand meinen besonderen gefallen.

weniger schön und eher zum speiben war die protein-dschungelprüfung, die ich gottlob nur im schnelldurchlauf ansehen musste. tapfer verbiss sich hanka in einen arsch von einem straußen, einem penis von einem krokodil und würgte allerlei anderes tote getier zunächst hinein, dann wieder hinaus, wie sie liebevoll ihrer mutti ausrichten ließ. leider reichte diese dämliche leistung nicht einmal für einen einzigen stern. den schaffte marc, welcher alle teile wie vagina, penis und anus verweigerte, aber fischaugen zerbiss und den so entstandenen saft trank! ich verstehe die weigerung, ich hätte absolut nichts von diesem zeug geschluckt. in diesem fall kann man doch getrost froh sein, nicht einmal ein z-promi zu sein.

richtig garstig fand ich die formulierung: „das klimakterium schlägt zurück“ als kader an die reihe, bei der aufzählung der zu wählenden kanditaten, kam.

ike ist immer noch drin, versteh mir doch einer die dschungelwelt. wahrscheinlich haben doch alle, auch kader, recht, die meinen, dass alles fake ist und am schluss der ausgemachte jens gewinnt.

zum abschluss mein absoluter lieblingshintergrundsong in voller länge von TOM ROSENTHAL, der mich auch im film mit till schweiger „honig im kopf“ zu tränen rührt.

I`, making my way home, I`m making my way…

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