in d` „grea (grean)“ gehen

am ostermontag gehen viele aus dem weinviertel, einige zuagraste und auch besucherInnen desselben viertels in die grea(n).

nach einem schmackhaften frühstück

und nach längerem überlegen, da die wetterbedingungen nicht viel versprechen, entscheiden wir uns, trotzdem daran teilhaben zu wollen. zumal die winzerInnen nichts für das grausliche wetter können und sich viel mühe geben, alles so schön wie möglich herzurichten, sowie reichlich backen und kochen.

in anderen orten österreichs bedeutet die „grean“ einen spaziergang ins grüne, welcher vom kirchlichen osterbrauch des biblischen emmausgangs abstammt.

im weinviertel findet dieser traditionelle ostermontaggang durch die kellergassen jedoch in begleitung des weines statt. weinbäuerinnen und -bauern offerieren bei offenen kellertüren ihre jungweine, die gratis gegen spenden verkostet werden können.

auf der seite weinviertel.at wird die grea als glücksbringend beschrieben, denn durch das gehen würde die weinviertlerische gelassenheit erspringen. wird dann noch der junge wein getrunken, nimmt diese gelassenheit dann ihren wundersamen lauf.

in früheren zeiten dankten winzerInnen für die ernte, im 19. jahrhundert wurde auch den lesehelferInnen gedankt. heute danken wir für die anstrengende arbeit, indem wir kosten gehen und auch das eine oder andere wohlschmeckende flascherl mit wein mit nachhause nehmen.

heuer findet die grea in der WEINberggasse, nomen est omen, in unterretzbach statt.

grundsätzlich bevorzuge ich die bio-weine der familie graf aus kleinhöflein, von martin rieml aus retz und den wein und im besonderen den rotWEINlikör der fleischmanns aus kleinhöflein, wo auch wunderbarst genächtigt werden kann, will man land und leute längere zeit kennenlernen.

hier bieten sich im speziellen die feste im jahreskreis an, wie die weintage im juni, das weinlesefest im september (hier fließt der wein dann sogar aus dem brunnen am wunderschönen hauptplatz in retz) und das kürbisfest im oktober

was jedoch das design der flaschen angeht, welche gesammelt und geleert bei mir im gang (flur) als kerzenständer fungieren, werden eindeutig pollaks weinflaschen aus unterretzbach bevorzugt.

vor allem die flasche des weinviertler dacs mit einer wunderschönen rose am etikett hat es mir angetan. natürlich schmecken auch die weine hervorragend!

spaßig war nach dem genuss einiger kostproben auch die rückseite des „grea“- folders, obwohl das witzereißen über fehler anderer grunsätzlich und nüchtern betrachtet natürlich aufs schärfste zu verurteilen ist 😉

die alteschachtel denkt, dass es sich hierbei um eine freudsche fehlleistung handelt, welche im zusammenhang mit des erlösers österlichem auferstehungsbeitrag betrachtet werden sollte!

ich hoffe, wir sehen uns dann bei der grea im nächsten jahr!

 

 

 

 

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