lackenhof- schifahren und langlaufen

LACKENHOF- KURZURLAUB

kurz entschlossen, angesichts der traumhaften wetterprognose, packen wir unsere sachen. ich wollte, es wären 7! wir brechen nach lackenhof im schönen niederösterreich auf, wo traumhafte bedingungen, sonnige pisten, sowie  22,20 km gespurte loipen auf mich warten.

BS-HOTEL

wir haben das bs-hotel gebucht, das einzige noch verfügbare. die idee bei sonnigen bedingungen schifahren oder langlaufen zu gehen, hatten also anscheinend auch noch andere. der preis mit 269 euro für 2 nächte für 3 personen mit frühstück, halpension, schwimmbad und sauna, wlan und freie parkplatzbenützung passt, wie ich finde! einige bewertungen leider nicht, wie folgende von katharina aus österreich zeigt:

MINUS: „Alles. Das abendessen war grauenhaft! 2 „speisen“ zur auswahl. Davon spghetti bolognese- undefinierbarer geschmack, mein sohn: „das schmeckt wie katzenfutter“ kein orangen oder apfelsaft, in der früh nur fleisch, wurst und fleisch. Kein obst kein gemüse. Die „saftbar“ war ein krug wasser und ein krug himbeerwasser. Das personal spricht sehr schlecht bis gar kein deutsch. Mobiliar komplett veraltet und abgenutzt. Preisleistung ist mieserabel! Werden dieses hotel nie mehr besuchen und jedem davon abraten!“

eine andere bewertung: „kinderfreundlich“ muss ich mir ebenso noch gut anschauen. wenn das nämlich bedeutet, dass kinder im swimmingpool herumspritzen und in der sauna lärmen, dann wäre es für mich alte schachtel, die in der sauna gerne entspannt, ebenso eine fatale bewertung. aber bekanntlich bringt es weder etwas den abend vor dem morgen zu loben noch über ungelegte eier zu sprechen.

wir kommen freitag abend an und werden von einer wahnsinnig romantischen türkisen weihnachtsbeleuchtung empfangen. daraufhin ist es gleich ganz leicht zu erkennen, wofür die beiden buchstaben „bs“ stehen. „besonders schiach“ wird zu den geflügelten worten, auch als wir das zimmer besichtigen. es ist wirklich alles alt und ziemlich abgefuckt, das scharnier des clodeckels entbehrt jeder beschreibung. dennoch ist alles sauber!

entgegen der obigen kritik spricht das fräulein an der „rezeption“, welche eher einem ticketschalter am s-bahnhof ähnelt, sehr gutes deutsch und erklärt bei der ankunft ausgesprochen freundlich und sehr ausführlich alle relevanten informationen. da wir in einem mail geschrieben hatten, vegetarier zu sein, gibt es extra für uns und zusätzlich zum bufett einen gebackenen käse. schade finde ich, dass es nicht allgemein eine fleischlose variante zur wahl gibt. besonders freundlich reagiert der kellner als wir uns mit „köszönöm“ bedanken. gäste und personal sind fast ausnahmslos ungarischer herkunft. die betten haben eine besucherritze, so wird kuscheln aussichtslos. aber es gibt genügend fernsehprogramme und das wlan funktioniert auch. während die matratzen des doppelbetts ok sind, ist jene des 3. betts eine zumutung mit hügeln, da schläft jedoch ohnehin der junge körper. das zimmer und das wasser sind warm. die haare werden durch weiches wasser seidig weich.

beim frühstücksbufett dürfte die kritik bereits gewirkt haben, denn es gibt gurken, tomaten, käse und ei und auch säfte sind vorhanden. einzig das brot ist hart, aber wie heißt es so schön: „es gibt kein hartes brot, kein brot, das ist hart!“

SCHIFAHREN: ab zum schiflowen

schifahren wie früher!

gestern bei der anfahrt waren die schneeberge noch nicht so deutlich zu erkennen. während es im weinviertel bisher nur ein wenig geschneiberlt hat, dürfte hier frau holle ordentlich geschüttelt haben.

kein kunstschnee, nur schnee „ganz in echt“ machen das schifahrerlebnis zu einem einmaligen. in lackenhof gibt es noch keine beheizbaren sessellifte mit kuppeln, ist es hier kalt, ist es kalt. zum glück scheint den ganzen tag die sonne und wedeln wird zum hochgenuss! wo die menschen sind, die alle quartiere gebucht hatten, weiß ich nicht. es sind kaum menschen auf der piste. häufig befahren wir einen hang ganz allein, was mich wieder an frühere zeiten erinnert.

schifahren in schigebieten mit viel betrieb ängstigte mich in den letzten jahren immer mehr, je alteschachtel ich wurde. snowboarder, die ihr gerät nicht beherrschen, rasende schifahrer, die mir um die ohren brausen, schihütten mit zuständen wie bei rockkonzerten in der ersten reihe, machten schifahren eher zum albtraum für mich. weshalb ich auch vermehrt auf die langlaufschier ausgewichen bin.

zu mittag ließ ich mir bei einer traumhaft gschmackigen kaspressknödelsuppe in der eibenhütte die sonne ins gesicht scheinen und beim apres schi zerging die williams birne in elkes schirmbar auf der zunge.

die letzte abfahrt war dann die absolut flowendste, in einem fluss, im inneren jubelnd singend, schwang ich den hang bergab. es war schön!

am abend besuchten wir nach einer sehr ungewöhnlichen abendessenskombination, „letscherter fisch mit packelerdäpflpüree“, die sauna.

wir betreten wie gewohnt unbekleidet und ganz nackig das kleine saunakammerl. es erwarten uns wider erwarten einige personen ungarischer herkunft mit badehosen und bikinis. diese personen wissen also nicht, dass saunabesuche ohne kleidung üblich sind. nein, sie wissen auch nicht, dass in saunen ruhe herrschen sollte. wenigstens flüstern hätten sie ja können, nein, sie haben sich im wahrsten sinne des wortes angeschrien und auch als wir es ihnen gleich taten, wurde es noch lauter. aber wenigstens waren im schwimmbad keine spritzenden kinder, denen wäre das wasser auch viel zu kalt gewesen, denn es eignete sich nach dem saunagang als tauchbecken!

auch das 2. frühstück sollte nicht vor dem 2. abend gelobt werden. heute gab es keine semmeln mehr, auch auf nachfrage nicht. es standen nach auskunft des personals nur selbstgebackene weiße weckerl zur verfügung, welche mir gar nicht so schlecht schmeckten. dem gespons und kinde staubte der wecken jedoch vor trockenheit aus den ohren.

nach dem frühstück mussten wir ohnehin schnell die zimmer räumen, somit gehörte die episode bs hotel auch schon wieder der vergangenheit an.

mein resümee:

wenn die lage direkt an der loipe, eine wunderbare aussicht, freundliches personal und auch ein so halbwegs essbares frühstück reicht, dann kann gebucht werden. sauna, schwimmbad und zimmereinrichtung sind sauber jedoch mehr als abgewohnt. für ungarische verhältnisse passt das hotel, sonst wären nicht hauptsächlich ungarische gäste einquartiert. zum schilift muss man mit dem auto fahren, denn schibusse verkehren nur während der ferien. die auf der homepage des bs hotels von booking com angekündigte 5% ermäßigung für den lift, sowie gratis schiservice gab es nicht! da werden wir uns noch darum kümmern müssen!

positiv wäre noch der kamin und retroaufenthaltsraum, zu erwähnen:

LANGLAUFEN- langflowen

heute ging es ans langlaufen. das verbindungsstück zu meiner lieblingslackenhoferloipe, der „gmoaloipe“ geht direkt hinter dem bs hotel weg. idyllisch, teilweise im wald gelegen. es erwartet uns eine traumhaft sonnige loipe. am weg ein einkehrschwung in die hütte und eine kurze rast auf den bereitgestellten liegestühlen. dann flowen wir wieder weiter. vor einiger zeit war dieser sport der klassische pensionistensport für mich schlechthin. uncool und ausschließlich für ältere schachteln!

das war bevor ich selbst langgelaufen bin. ich war und bin eine begnadete schiläuferin, wurde bereits mit 5 jahren mit der, für damalige zeiten, besten ausrüstung (metallschi namens harry, die ich selber gar nicht tragen konnte) ins rennen geschickt. hatte lange zeit auch privatschilehrerInnen und meine familie fuhr weihnachts-, semester- und auch die osterferien immer nach bad hofgastein. sprich: ich kann ausgezeichnet schifahren. mit zunehmenden alter wurden die anderen jedoch immer schneller. das mag einerseits daran liegen, dass ich konditionell nicht mehr ganz so fit bin, wie in früheren zeiten, andererseits kann das aber auch daran liegen, dass sich einige menschen schwer überschätzen und unkontrolliert talwärts rasen. auch snowboarden wurde beliebt und es werden auch immer mehr meschen, die kurven und abfahren, trotz horrender preise.  obwohl ja lackenhof wirklich nicht zum mekka aller schi- und snowboarder zählt, sind die preise für die liftkarten ziemlich geschmalzen, besonders für familien. so kam ich zum langlaufen.

langlaufen ist, so man nicht langgeht, wirklich schweißtreibend und anstrengend, auch auf wenig anspruchsvollen geraden loipen. es ist m.e. DER anti-aging wintersport für bestagerInnen.

„Der Skilanglauf gehört zu den gesündesten Ausdauersportarten, da neben dem Herz-Kreislauf-System auch die gesamte Muskulatur des Körpers trainiert wird. Zudem werden viele Gelenke und die Wirbelsäule optimal mobilisiert und gestärkt und sehr viele Kalorien verbraucht.“

auch der kalorienverbrauch ist enorm! fast meditativ werden runden um runden gezogen. im gegensatz zum schifahren friert einem nicht der arsch auf unbeheizten sesselliften ab und außerdem ist das naturerlebnis ein anderes. es war fein!

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