SILVESTER IN TRIEST- WINTERCAMPING

„SILVESTRE IN TRIESTE“

nachdem wir, u. + k. der fleischmannschaft, ursprünglich bereits im herbst die wintercampingaktion des campingplatzes in der cikatbucht auf mali losinj ins auge gefasst hatten und dann wegen schlechtwetters auf fieberbrunn „umsattelten“, machten wir uns nun auf den weg…

# tag 1

unsere erste station war triest, da wir gelesen hatten, dass es hier zu silvester am hafen ein großartiges feuerwerk geben soll. wir gaben ein im vorfeld gegoogeltes, restaurant mit guter fischküche in unser navi ein und starteten.

in triest angekommen, erkennen wir, dass die stadt ziemlich hügelig, um nicht zu sagen bergig, ist. das navi will uns nach längerer fahrt auch in sichtlich sehr enge gassen schicken. das vermeiden wir und merken uns den ungefähren punkt, von wo es nicht mehr allzu weit zum lokal ist. dann fahren wir durch 2 tunnels zum hafen und wieder retour zu der stelle, an der wir einige parkplätze wahrgenommen hatten.

#parkplatz triest

schrägparkplätze rechts vor dem 1. tunnel zum zentrum

Beim spaziergang merken wir dann, wie eng und steil die gassen teilweise sind und sind wirklich dankbar, nicht mit dem bus hier gelandet zu sein…

zu fuß geht es weiter. leider hatte das lokal zu und wir konnten die öffnungszeiten nicht erkennen. wir erklimmen gefühlte 1000 stufen und steigen sie auch wieder hinab. die aussicht zum hafen und dem meer ist atemberaubend. unten angekommen, finden wir nach einem längeren fußmarsch auch das zentrum, lange jedoch kein „richtiges“ restaurant. es waren eher so gepriesene „buffets“ oder bars, die geöffnet hatten. es saßen auch relativ viele menschen draußen, manche auch unter heizschirmen. wir wollten weder das eine noch das andere. also suchten wir weiter und fanden dann auch eine „echte“ pizzeria.

gleich bei der theke wurden uns in einer papiertüte teigbällchen gereicht, die irgendwie wie unsere gebackenen mäuse aussahen, aber salzig schmeckten. wir bekommen einen platz zugewiesen. eine halbe stunde später ist kein einziger tisch mehr frei und die menschen stehen in schlangen, um einen platz zu ergattern. das essen mundet und so gestärkt, machen wir uns auf den weg, um durch die straßen richtung meer zu schlendern.

auf dem platz gleich neben der pizzeria wird eisgelaufen, schade, dass wir das nicht wussten und unsere eislaufschuhe im bus gelassen hatten. die hatten wir eingepackt, da es auch auf mali losinj einen eislaufplatz gibt. wir hatten es uns lustig vorgestellt, am meer eiszulaufen. mehr dazu im bericht über mali losinj.

der riesige platz am meer „Piazza Unità d`Italia mit unglaublich vielen wunderschön geschmückten weihnachtsbäumen beeindruckt uns sehr. auch der weihnachtsmarkt, der bis zum 24.12 geöffnet war, muss sehr interessant gewesen sein.

wir schauen uns städte am liebsten an, indem wir sie begehen oder mit öffentlichen verkehrsmitteln „erfahren“. es ist nicht so unseres, einzelne sehenswürdigkeiten der reihe nach zu besichtigen, da wir daraufgekommen sind, uns eh nicht alles merken zu können. es ist der eindruck einer stadt, der für uns zählt.

in großen städten, wie in paris etwa, ist es natürlich auch für uns ein MUSS, den eifelturm zu besichtigen :-).

in einer bar trinken wir dann noch einen nero (espresso schwarz) und einen amare (ähnlich wie campari- ziemlich stark). zu den getränken werden auch überall in den lokalen chips in glasschalen gereicht.

illy und meinl haben in triest ihre röstereien. überhaupt ist triest die stadt der kaffeeliebhaberInnen. es hätte bei der touristeninfo einen eigenen „Trieste Loves Coffee“-Pass gegeben, den wir aber aufgrund zeitmangels nicht erworben hatten. er erklärt das kaffeevokabular und erhält 6 gutscheine für kaffespezialitäten.

wie kaffee bestellt wird, kann hier nachgelesen werden.

den rückweg zum bus treten wir durch ein weißes tunnel an, das wie elfenbein schimmert, da wir zu müde sind, um die stufen ein zweites mal steigen zu wollen.

wir fahren mit dem bus zu miramare, da wir gelesen hatten, dass dort stellplätze wären, die in der nacht ab 20 uhr gratis wären. am weg sehen wir auch stellplätze, wo schon viele womos parken.

campingplätze, die im winter geöffnet haben und direkt in der stadt liegen, gibt es keine.

#parkplatz4night miramare

die anfahrt geht von der straße nach links in eine sackgasse. direkt VOR dem schranken zu den öffentlichen parkplätzen befinden sich ein paar schrägparkplätze, die für unseren bus geeignet sind und wo auch bereits womos parken. es empfiehlt sich, verkehrt einzuparken, um in der früh oder nach der besichtigung, ohne umdrehen zu müssen, wegfahren zu können. auch zu silvester sind sehr viele besucherInnen. diese plätze kosten dann auch am tag nichts und es ist nur ein ganz kleines stückchen weiter. unter tags werden hier aber, so man nicht bereits um 8 uhr in der früh ankommt, wenige zu finden sein.

wir schlafen sehr ruhig und friedlich.

leider können wir zu tag 1 + 2 nur ganz wenige fotos liefern, da der weibliche teil der fleischmannschaft, sie am 1.1. 2019 mit einem einzigen falschen klick löschte, bevor sie in der cloud synchronisiert wurden. zahlreiche versuche, sie durch recuva und andere programme wiederherzustellen scheiterten. geblieben sind nur wenige bilder, die per whatsapp gesendet wurden und die erinnerung.

#tag 2

als wir erwachen, sehen wir aus dem fenster bereits wandernde und fahrende schlangen, die auf miramare zustreben. da hatten wohl mehrere menschen die gleiche idee, wie wir.

ein traum ist es auch, aufzuwachen, aus dem fenster zu schauen und das meer zu erblicken.

wir machen uns auf den weg zum schloss miramare, verpassen die chance bei noch wenigen besucherInnen, dieses von innen zu sehen, da wir beschliessen zunächst im park umherwandeln zu wollen. eine halbe stunde später steht bereits eine besucherInnenschlange quer durch den ganzen hof. da verzichten wir lieber auf die prunkvollen räume, die wir uns auf fotos im internet anschauen. im park ist es relativ ruhig. wir können sogar eine spezielle schwarz-weiß gefiederte ente, oder ähnliches getier, längere zeit beobachten, die in einem kleinen see, auf einer insel zu sehen ist. leider sind auch die fotos von den herrlichen grünen schmiedeeisenen durchgängen und dem pavillion verschwunden, sowie alle vom schloss außen. auch ein ganz besonderes fotos von 2 niedlichen kleinen hunden in einem kinderwagen ist natürlich weg…

wir trinken im kaffeehaus, das eingebettet in wundervolle laubengängen liegt und von welchem man einen grandiosen blick über den gesamten platz hat, unseren ersten kaffee, der unsere autophagie in gang bringt.

im anschluss an miramare entscheiden wir, auf eine genaue besichtigung am tag von triest zu verzichten und machen uns auf den weg nach duino, um den rilkeweg zu beschreiten.

gerade am 31.1. 2018 passt dieses gedicht von rilke ganz wunderbar als ausblick für das jahr 2019:

„Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr, das uns gegeben ist,
neu,
unberührt,
voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit,
voll Aufgabe, Anspruch und Zumutung,
und wollen sehen, daß wir´s nehmen lernen, ohne allzuviel fallen zu lassen von dem,
was es zu vergeben hat an die,
die Notwendiges, Ernstes und Großes von ihm verlangen.“
Rainer Maria Rilke, Brief an seine Frau Clara am 1.1.1907

ein parkplatz war gleich oben an der straße zu finden und auch der eingang in den park als durchgang zum rilkeweg war schnell erreicht. der weg am meer entlang, bietet bei schönem wetter wunderbare blicke in buchten und über das meer. wir hatten glück!

am weg begegnet uns eine frau mit 2 königspudel, einer in weiß, einer in schwarz gehalten. sie gefallen u. so gut, dass sie ein statement abgeben muss. leider fällt ihr „schön“ auf italienisch nicht ganz richtig ein. so kommt ihr ein „bello“ über die lippen. während die dame das missverständnis überhört und sich bedankt, hat k. nichts besseres zu tun, als u. zu fragen, wie denn nun der andere pudel heißt…

am ende des weges angekommen, warten wir noch ein bisschen, um den sonnenuntergang beim schloss duino bestaunen zu können.

der eigentliche plan, die silvesternacht zu verbringen, war es, in Triest essen zu gehen und dort am Hafen das Feuerwerk zu betrachten. dieser plan wurde am weg umgestoßen, als wir zu conad, einem riesigen kaufhaus, das auch um 18h (bis 20h) noch geöffnet hatte, einkaufen gingen. dort gab es einfach alles an guter geräucherter fischküche, an aufstrichen und salaten, was unser herz begehrte und wir beschlossen kalt im bus aufzutischen.

gesagt und getan, wir kehrten wieder auf unseren parkplatz beim schloss miramare zurück, bereiteten unsere silvestertafel und stießen auf unser schönes leben an.

das feuerwerk bestaunten wir dann von der uferpromenade aus, die wir in einem würdigen mitternachtsspaziergang begehen.

es ist wirklich großartig: von diesem platz sieht man ALLE feuerwerke von triest, nicht nur jene vom hafen. wer es jedoch lieber laut und turbulent mag, müsste allerdings schon den weg nach triest finden.

lustig müsste auch das anstoßen zu silvester mit prosecco in prosecco, einem nahen ort im karst sein. diese idee werden wir in einem der nächsten jahre verfolgen…

auch bei den parkplätzen werden noch einige raketen geschossen, alle womoparkerInnen prositen sich zu. dann wird es relativ schnell ruhig und wir schlafen wunderbar bis zur abfahrt nach mali losinj.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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